Seit 200 Jahren kommt die Bibel aus Stuttgart

Deutsche Bibelgesellschaft, Pressemitteilungen 14 März, 2012

Der Bibelreport zum Jubiläum zeigt den Initiator der Württembergischen Bibelanstalt Karl Friedrich Steinkopf auf der Titelseite.Zeitschrift “Bibelreport” widmet Titelgeschichte dem Jubiläum

Das 200. Jubiläum der Bibelgesellschaft in Württem­berg steht im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Das Heft erinnert an die Gründung der Württembergischen Bibelanstalt 1812 und die Entwicklung der 1981 gegründeten Deutschen Bibelgesellschaft (DBG). Außer­dem startet eine neue Serie zum Thema Prophetie in der Bibel.

Professor Dr. Hermann Ehmer schildert in der Zeitschrift, wie sich am 11. Sep­tember 1812 unter Beteiligung der Britischen und ausländischen Bibelgesell­schaft die Württembergische Bibelanstalt in Stuttgart gründete. Sie entwickelte sich zur größten Bibelgesellschaft Deutschlands und gab unter anderem neben  der Lutherbibel die wissenschaftlichen Ausgaben des Alten und Neuen Testa­ments in Hebräisch und Griechisch heraus. Die Deutsche Bibelgesellschaft über­nahm später diese verlegerischen Aufgaben. Die bibelmissionarischen Aufgaben in der Region übertrug man der Württembergischen Bibelgesellschaft.

Ehmer, ehemaliger Leiter des Landeskirchlichen Archivs in Stuttgart, erläutert zudem, wie der Begriff „Privilegierte Württembergische Bibelanstalt“ entstand. König Friedrich I. von Württemberg bewilligte der Bibelanstalt kurz nach der Gründung das Privileg der Portofreiheit. Der Begriff der „Privilegierten“ wurde dann auch noch im 20. Jahrhundert geführt.

Um „Gottes wirksames Wort“ geht es im ersten Teil der Jahresserie zur Prophe­tie in der Bibel. Der Münchner Alttestamentler Professor Dr. Christoph Levin er­klärt die unterschiedlichen Rollen, die im Alten Testament mit dem Begriff Pro­phet bezeichnet werden. Einige könnten heute als Hellseher und Schamanen bezeichnet werden, andere seien offizielle Propheten im Dienste des Königs ge­wesen und dienten bei politischen Entscheidungen als Ratgeber.

In jüdischer Deutung würden auch Mose, David und Salomo als Propheten angesehen, so der Theologe. Levin: „Die Christen aber konnten das Alte Testa­ment als Ganzes als Verheißung auf Christus verstehen“. Das zeigten die Rück­bezüge im Neuen Testament, die alle Teile des Alten Testaments einbezögen.

Der „Bibelreport“ wird von der DBG (Stuttgart) herausgegeben und erscheint regulär viermal im Jahr. Die Zeitschrift berichtet über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt ist die weltweite Arbeit der Bibelgesell­schaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift.

RTM

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