Alkohol- und Drogentherapie mit der Bibel

Deutsche Bibelgesellschaft, Pressemitteilungen 29 Februar, 2016

BibelreportZeitschrift „Bibelreport“ berichtet über Projekte für Süchtige in Weißrussland

Kooperationen der Weißrussischen Bibelgesellschaft mit christlichen Zentren für Alkohol- und andere Drogenabhängige sind das Titelthema der jüngsten „Bibelreport“-Ausgabe. Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit den Revisionen der Lutherbibel. In der Rubrik „Bibel persönlich“ kommt dieses Mal der ehemalige badische Landesbischof und Schirmherr der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG), Dr. Ulrich Fischer, zu Wort.

„Alkoholismus betrifft und beeinträchtigt viele Familien“, berichtet Igor Mikhailov, Leiter der Bibelgesellschaft in Weißrussland. Auf den Alkohol folge oft die Drogenabhängigkeit. Die Zahl der Suchtkranken in Weißrussland hat sich nach Angaben der Bibelgesellschaft in den vergangenen zehn Jahren versiebenfacht. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene seien davon betroffen. Intravenöser Drogenkonsum sei oft eng mit Aids verbunden: Ungefähr 80 Prozent der Drogensüchtigen in Weißrussland sind HIV-positiv.

Immer mehr Kirchen und christliche Organisationen in der ehemaligen Sowjetrepublik beteiligen sich am Kampf gegen die Sucht. Suchtkranke erhalten Bibeln und biblische Schriften von der Weißrussischen Bibelgesellschaft. Denn die Heilige Schrift ist nach den Erfahrungen der Bibelgesellschaft eines der wichtigsten Mittel, um den Betroffenen dabei zu helfen, Abhängigkeiten zu durchbrechen und wieder Lebenssinn zu finden.

„70 Prozent derjenigen, die bei uns die gesamte Entzugstherapie durchlaufen, hören auf, Drogen zu nehmen“, erläutert Siarhey Averyanov, der ein christliches Ausstiegszentrum in der weißrussischen Region Gomel leitet. Sie gründeten nach der Therapie Familien und nähmen aktiv am kirchlichen Leben teil.

Ein Beitrag zur Geschichte der Lutherbibelrevisionen eröffnet im „Bibelreport“ die Jahresserie zur neuen Lutherbibel 2017. Autor ist Ernst Lippold, Oberkirchenrat i.R. der Evangelischen Kirche in Deutschland und von 1981 bis 1984 Vorsitzender der Kommission zur Nachrevision des Neuen Testaments von 1975.

„Die deutsche Sprache muss ihr Luthererbe pflegen und erhalten“, erklärt der Theologe. „Das gilt erst recht für die evangelische Kirche – theologisch wie im Wortlaut der Bibel“. Wenn Luthers Bibel lebendig bleiben solle, dürfe sie nicht zu einem bloßen Denkmal werden und erstarren. Aber sie müsse auch unverkennbar Lutherbibel sein und bleiben in allen Wandlungen der Sprache und Zeit.

„Um Menschen die Texte der Bibel und die Texte ihres Lebens zu entschlüsseln, brau­chen wir viele Zugangswege“, betont im „Bibel persönlich“ Dr. Ulrich Fischer. „Wir brau­chen gute und verantwortliche Schriftauslegung in unseren Predigten.“ Die Auslegung der Bibel und Auslegung des Lebens gehören für Fischer untrennbar zusammen.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berich­tet fünfmal im Jahr über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift.

Den Bibelreport als PDF zum Download gibt es auf www.weltbibelhilfe.de.

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