Kuba: Bibeln nur als Import-Ware

Deutsche Bibelgesellschaft, Pressemitteilungen 24 Februar, 2017

Bibelreport 1/2017„Bibelreport“ berichtet von wachsenden Kirchen und Trauer um Fidel Castro

Die wachsende Kirche auf Kuba und deren großer Bedarf an Bibeln sind das Titelthema der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Der Leiter der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft, Horst Scheurenbrand, hat die Insel Ende November 2016 besucht und dabei auch die Trauer um den ehemaligen Präsidenten Fidel Castro erlebt.

„Das größte Problem besteht darin, dass es schlichtweg zu wenige Bibeln im Land gibt, weil die Kirchen so schnell wachsen“, berichtet Scheurenbrand. Die Kirche gehe hinaus in die Gesellschaft und sei an vielen Orten außerhalb der Kirchengebäude präsent. Das bringe ihnen den Respekt vieler Kubaner ein. Mit der politischen Öffnung des Landes stiegen aber auch die Ängste der Menschen vor einem zu großen Einfluss Amerikas und dessen „way of life“. „Die Kirchen sind für sie Orte, in denen die zentralen kubanischen Werte bewahrt und gepflegt werden: Lebensfreude, Zusammenhalt, Kreativität“, so der Leiter der Weltbibelhilfe.

Bibeldruck ist im kommunistischen Karibikstaat weiter verboten. Bibeln können aber von der ökumenischen Bibelkommission Kubas importiert werden. Das macht sie laut Scheurenbrand noch teurer, als ein Buch für kubanische Verhältnisse sowieso schon ist. Daher sei das Engagement der Weltbibelhilfe weiter nötig. Die kubanischen Kirchen beteiligten sich mit einem kleinen Anteil nach ihren Möglichkeiten.

Scheurenbrand berichtet außerdem, wie er die Trauer um Fidel Castro erlebt hat. Für viele Kubaner sei der Politiker offenbar eine Vaterfigur geblieben, ein Symbol für die kubanische Identität. Die emotionale Verbundenheit mit dem umstrittenen Herrscher, die viele Kubaner in diesen Tagen zeigten, habe ihn sehr überrascht. Millionen von Menschen hätten auf dem Platz der Revolution Abschied von Castro genommen.

In der Jahresserie zum Reformationsjubiläum 2017 stellt der „Bibelreport“ herausragende Bibelausgaben aus der Zeit Martin Luthers vor. Die Serie startet mit der englischen Tyndale-Bibel, die der Leiter der Abteilung Historische Sammlungen in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, Dr. Christian Herrmann, .als „meisterhafte Prosa“ beschreibt. Ein Neues Testament der Tyndale-Übersetzung von 1526 befindet sich in der Bibelsammlung der Landesbibliothek.

In der Rubrik „Bibel persönlich“ kommt Pfarrer Martin Weber zu Wort. Er ist Gemeindepfarrer in Kirchberg an der Murr und Vorsitzender der Deutschen Indianer Pionier Mission. Der evangelische Theologe legt den Bibelvers aus Psalm 16,8 aus: „Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht.“

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berichtet fünfmal im Jahr über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift.

Den Bibelreport als E-Paper zum Blättern und als PDF zum Download gibt es kostenlos im Internet auf www.die-bibel.de/bibelreport.

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Übersetzt ins Deutsche von Pascal SennDownload: DWPT
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